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Ausstellung von Energieausweisen

Ausstellung von Energieausweisen

Vor der Einführung des Energieausweises lagen Mietern und Immobilienbesitzern keine, oder nur wenige verlässliche Informationen über den energetischen Zustand ihrer Wohnung oder ihres Hauses vor. Was beim Verkauf von Waschmaschinen und Kühlschränken längst selbstverständlich ist, gilt auch für Gebäude: Die Energieeffizienz muss ausgewiesen werden, in diesem Fall durch einen Energieausweis.


Jedem Miet- und Kaufinteressenten einer Wohnung, eines Wohn- oder Nichtwohngebäudes muss der Energieausweis bei der Besichtigung unaufgefordert vorgelegt werden. Des Weiteren ist der Energieausweis bei der Vermietung bzw. beim Verkauf im Original oder in Kopie zu übergeben. Bei Neubauten muss der Bauherr sicherstellen, dass ihm der Energieausweis unverzüglich nach Fertigstellung des Gebäudes übergeben wird.

Energieausweise haben ab dem Tag der Ausstellung eine zehnjährige Gültigkeit. Für alle bereits erstellten Energieausweise gilt das Datum, welches auf dem Ausweis angegeben ist. Werden umfangreiche Sanierungen am Gebäude durchgeführt, ist der Energieausweis anzupassen.

Es gibt den Energieausweis in zwei Varianten: auf Grundlage des Energiebedarfs oder des Energieverbrauchs. Welcher Ausweis gewählt werden kann, hängt von Alter und Größe der Immobilie ab. Für alle Gebäude, die mindestens den Standard der 1. Wärmeschutzverordnung (1978) erfüllen, besteht Wahlfreiheit zwischen Energiebedarfs- und Energieverbrauchsausweis. Für nicht energetisch sanierte Gebäude mit bis zu 4 Wohneinheiten und der Bauantragsstellung vor dem 1. November 1977 ist der Energiebedarfsausweis Pflicht. Baudenkmäler brauchen keinen Energieausweis.

Für den Energiebedarfsausweis werden alle bau- und anlagentechnischen Daten des Gebäudes detailliert erfasst und damit eine Energiebilanz nach Norm berechnet.
Für den Energieverbrauchsausweis werden die Energieverbräuche von mindestens 36 aufeinanderfolgenden Monaten unter Berücksichtigung von Leerständen und dem örtlichen Klima für die Energiekennzahlermittlung verwendet.
Die Ergebnisse werden jeweils in Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter (m2) und Jahr (a) angegeben und auf einem Bandtacho dargestellt.

Energieausweise, geben, neben den Energiekennwerten, auch die Energieeffizienzklasse eines Gebäudes an. Der Standard reicht von A+ (Passivhaus) bis H (unsanierte Gebäude). Die Skala reicht von 0 bis >250 kWh/(m2a).

Bei einem Effizienzvergleich unterschiedlicher Gebäude muss jedoch auf die Art des Ausweises geachtet werden, da, abhängig von Bedarf oder Verbrauch, unterschiedliche Ergebnisse vorliegen können.

Die Angaben zu Maßnahmen der kostengünstigen Sanierung sind ab dem 1. Mai 2014 fester Bestandteil des Energieausweises und müssen ausgefüllt werden. Inklusive der Aufteilung der Maßnahmen in Einzelmaßnahmen und Maßnahmen einer größeren Sanierung.

Quelle: https://www.energieagentur.nrw/gebaeude/energieausweis/inhalte-und-ziele


 

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